Sieg in Unterzahl

TMS gewinnt das Zwölf-Stunden-Stepperbike-Rennen in der Jüterboger Skate-Arena, obwohl einer aus dem Team zwischendurch in Potsdam war.

Jüterbog. Fast drei Kilometer trennten am Wochenende den Sieger vom Zweitplatzierten beim diesjährigen Zwölf-Stunden-Rennen auf Stepperbikes in der Jüterboger Skate-Arena. Die Steppos von TMS lieferten sich von Anfang an ein Duell vom allerfeinsten mit den Vorjahressiegern vom Team Engel-Apotheken und setzten sich schließlich durch. Für Mario Polzin, Jens Bernau, Jens Radtke, Philipp Hildebrand und Sebastian Abraham war es ein Sieg unter erschwerten Bedingungen. Gut ein Drittel der Zeit steppten sie nur zu viert. Abraham musste zwischenzeitlich wegen einer Wohnungsbesichtigung nach Potsdam. Laut Reglement ist kein Ersatzsteppo zugelassen. 

Zum richtigen Zeitpunkt stieß Abraham jedoch wieder zum TMS-Team, das ohne ihn nicht den Vorsprung hätte halten können. Titelverteidiger Engel-Apotheke nutzte die Gunst der Stunde und fuhr in der Besetzung Sebastian Heinrich, Thomas Berger, Felix Menzel, Steffen Huschke und Rüdiger Pusch immer dichter heran. Als TMS wieder vollzählig war und eine Stunde vor dem Schlusszeichen den Vorsprung auf drei Runden ausgebaut hatte, war der Wille der Engel gebrochen. Am Ende drehten die TMS-Steppos 334 Runden (307,208 Kilometer) in der Skate-Arena, für das Team Engel kamen 331 Umläufe (304,520 Kilometer) in die Wertung. Die Bronzemedaille sicherten sich die Fahrer von Schaeffler 300 (Marco Hurtig, David Schröder, Frank Leisner, Toni Dillan und Mathias Schramm) mit 320 Runden (294,400 Kilometer).

Elf Teams beteiligten sich am Sonnabend am diesjährigen Zwölf-Stunden-Rennen auf Stepperbikes in der Jüterboger Skate-Arena. Es erlebte seine achte Auflage. „Es war für mich und viele andere wieder ein Höhepunkt des Jahres“, erklärte Gastgeber Mathias Schramm, der sich als Organisator des alljährlichen Fußballhallenturniers um den VW-Cup in der Flämingstadt ebenfalls einen Namen gemacht hat. „Ich möchte mich bei allen Helfern bedanken. Ohne sie ist eine solche Veranstaltung nicht möglich.“ Die beiden schnellsten Teams fuhren nach seinen Worten in diesem Jahr in ihrer eigenen Liga, auch wenn sich die Schaeffler 300-Steppos vorgenommen hatten, ein bisschen zu stänkern. Doch für eine Überraschung hat es nicht gereicht.

Als reines Frauenteam waren Frederic Dautier, Sandra Lindner, Manuela Zappe, Claudia Mager und Kathrin Zieke am Start. Als Step and Bike schafften sie 279 Runden (256,680 Kilometer).

von Frank Neßler, Märkische Allgemeine, 21.06.2017